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Oliver Schilling: Was bisher geschah ...

1961, Stetten am Heuchelberg im Nordwürttembergischen: Der ganze Mist beginnt! Musste das sein?

Kurz darauf suchten meine Eltern ihr Glück in Kanada und bis zu der Einsicht, dass sie es auch dort nicht finden würden, dauerte es immerhin ein ganzes Jahr, welches ich somit in Edmonton, Alberta, zugebracht habe. Zumindest wurde mir das so erzählt - ich selbst erinnere mich nicht daran und ich erwähne es hier nur, um die ganze Sache ein wenig interessanter klingen zu lassen.

Zurück in Stetten: Natürlich ab 1967 Schule etc. - und schon hatte ich mein erstes Lebensjahrzehnt hinter mich gebracht.


Ab 1971 Robert-Mayer-Gymnasium in Heilbronn, was für sich genommen ganz in Ordnung gewesen wäre, jedoch: Zeitgleich sich vollziehender Übergang in die Teenagerexistenz.

Also: Komplizierte Suche nach eigenem Geschmack und Gedanken, die auch weiblichen Altersgenossinnen Eindruck erzeugen könnten. Dabei häufiges Scheitern: Andere waren, mit miesem Geschmack und ebensolchen Gedanken, erfolgreicher. Deshalb das modifizierte Entwicklungsziel: Coolness (vgl. linksseitige Abbildung)! Erste Erfolge durch den Gebrauch gleichgültigkeitsfördernder Stimulanzien (Alkohol, Punkrock, Thomas Bernhard).

Übrigens auch noch: Akkordeonuntericht, Umzug ins Nachbardorf Gemmingen infolge familiärer Turbulenzen, Eintritt in den dortigen Schachclub, sowie vorübergehende RAF-Sympathien.

1980 dann endlich Abitur am besagten Gymnasium...


... und Aufnahme eines Philosophiestudiums in Bonn. Zudem habe ich mich noch in Theologie immatrikuliert: Wollte mich auf diese Weise vor der Wehrpflicht drücken. Es brauchte zwei Semester, bis ich den Irrsinn dieser Strategie eingesehen hatte, dann doch erstmal Zivildienst. Danach Studium in Heidelberg und irgendwann der Wechsel zur Psychologie.

Geschmack und Intellekt schienen nun soweit gesichert, daß bisweilen spaßeshalber dagegen verstoßen werden konnte (vgl. linksseitige Abbildung). Solches diente ebenso dem redlichen Bemühen, der Ausbildung eines akademischen Dünkels entgegenzuwirken, wie auch vielerlei sonstiger Schabernack. Kontrastierend dazu: Zwischenzeitliches Siechtum, welches zwar nicht unbeschadet, aber immerhin überhaupt überstanden wurde!

Allmählich wachsendes Interesse an den statistischen Forschungsmethoden der Psychologie: Führte anfangs noch der Weg des geringsten Widerstands zur Statistik - Mathematisches war mir schon immer leicht gefallen -, so kam später dann sozusagen der Appetit mit dem Essen. Zum Ende meines dritten Lebensjahrzehnts konnte ich mich schließlich schon beinahe als "Forschungsmethodiker" oder gar Statistiker fühlen.

Zu der Zeit war auch mein erster Kriminalroman "Himmelreich" fertiggeschrieben - die Suche nach einem Verleger konnte beginnen...


... als endlos lange Prüfung von Geduld und Selbstvertrauen.

Währenddessen verschiedene "Wissenschaftsjobs" am psychologischen Institut der Uni Heidelberg - sie waren mir gewissermaßen zugeflogen, was mich erstmals ahnen ließ, daß ich wohl in Heidelberg hängen bleiben würde. Nachteil: Langeweile! Vorteile: Kein Metropolendünkel, sowie regionale Anbindung an Gebiete akzeptabler Esskultur!

Gleichzeitig: Rebellischer Habitus hat plötzlich einen faden Geschmack. Diverse Hochzeitsfeste an den verschiedensten Orten, zu denen man nun immer öfter geladen wird, geben Gelegenheit zum unverdächtigen Erproben nicht punkkonformer Bekleidungsstile (siehe linksseitige Abbildung, mit den Herren Müller und Müller).

1997 erscheint endlich "Himmelreich", 1998 dann der "Grundkurs: Statistik für Psychologen". Im selben Jahr Jobwechsel: Seither arbeite ich - ehrlich gesagt: gerne - in der Alternsforschung in (... na, wo wohl? ...) Heidelberg.

Am Ende meines bereits vierten Lebensjahrzehnts: Kriminalroman "Herrgöttle" fertiggeschrieben. Also im Grunde nur ein Roman alle zehn Jahre - das muß besser werden!


Auf meine alten Tage habe ich dann auch noch eine Promotion zum Dr.phil. nachgeschoben ... und wo ich schon mal dabei war, dann auch noch eine Habilitation. Habe zugegebenermaßen lange damit herumgetrödelt - ob's für irgendetwas gut war, mag die Zukunft zeigen ...

Ansonsten? Habe keinen Sohn gezeugt, kein Haus gebaut, keinen Löwen erschossen. Hätt ich sollen? Falls ja: Wozu? Keine Ahnung! Also immer weiter so, vielleicht wird ja alles gut!

Fortsetzung folgt (vielleicht) ...